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Volles Haus beim 6. Bad Saulgauer Unternehmerabend

Ein spannendes Thema hatten Stadt und städtische Wirtschaftsförderung für den 6. Bad Saulgauer Unternehmerabend ausgesucht. „Wer entscheidet? Über die Grenzen zwischen Mensch, Maschine und Künstlicher Intelligenz“ lautete der Vortrag des diesjährigen Referenten Dr. Surjo Soekadar, der gemeinsam mit seinem Team am Uniklinikum Tübingen eine Gehirn-Maschine Schnittstelle entwickelt hat, die sich durch Gedanke steuern lässt. Wie diese Maschine funktioniert, wie querschnittsgelähmte Menschen mit Hilfe dieser Maschine wieder selbständig essen können und vor allem wo praktische und ethische Grenzen solcher Technologien liegen, machte Soekadar in seinem Vortrag deutlich.

Denn bei seiner medizintechnischen Anwendung besteht die Gefahr, dass die Maschine Impulse, in diesem Fall des menschlichen Gehirns, falsch interpretiert. Für Soekadar ist deshalb bei der Entwicklung seiner Technologie wichtig, dass es „Vetooptionen“ gibt, d.h. der Mensch beispielsweise eine falsche Bewegung eines künstlichen Arms noch rechtzeitig unterbrechen kann.

Noch schwieriger als bei einer Gehirn Maschine-Schnittstelle dürfte das in solchen Fällen werden, in denen eine Maschine von einer künstlichen Intelligenz gesteuert wird. Diese sind mittlerweile zwar extrem lernfähig – könnten aber dennoch nach wie vor immer nur eine begrenzte Anzahl von Parametern interpretieren und produzierten deshalb in manchen Situationen mehr oder minder absurde Entscheidungen. Je nachdem, wo und wie diese Maschinen eingesetzt werden, können diese Entscheidungen gravierende Konsequenzen haben, ohne dass sie von Menschen noch überprüft werden können.

Ein Beispiel, anhand dessen die Problematik plakativ darstellen lässt, hatte Bürgermeisterin Doris Schröter in ihrer Begrüßungsrede parat. Schröter nahm dabei Bezug auf einen Artikel der Stuttgarter Zeitung, in dem es um „Killerroboter“ an der koreanischen Grenze ging. Die von südkoreanischen Konzernen entwickelten Maschinen identifizieren vollkommen autonom Eindringlinge und eröffnen ohne ein Zutun von Menschen das Feuer. Die Roboter entscheiden also letztendlich über Leben und Tod.

Soekadar

Foto: Stadtverwaltung

Trotzdem, so Schröter, sei Fortschritt notwendig und die technische Entwicklung eröffneten riesige Möglichkeiten und Deutschland müsse trotz aller offenen Fragen aufpassen, nicht abgehängt zu werden.

In Bad Saulgau geht die wirtschaftliche Entwicklung aber nach wie vor deutlich voran. Schröter verdeutlichte dies anhand der aktuellen Arbeitsmarktzahlen 6.537 waren es vergangenes Jahr, 6.770 sind es mittlerweile. Dass Bad Saulgau so gut dastehe, sei in allererster Linie den Bad Saulgauer Unternehmerinnen und Unternehmern zu verdanken. Aus deren Reihen waren übrigens über 120 bei Unternehmerabend anwesend. Der Lichthof des Alten Klosters war damit bis auf eine Handvoll Plätze komplett belegt – mit eine Grud für den anschließenden lebhaften Austausch. Der andere Grund lag natürlich im Thema des Vortrags, der für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Insgesamt, so auch das Resümee der städtischen Wirtschaftsförderung mit Ilona Boos und Thomas Schäfers, war der Abend ein voller Erfolg.

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