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European Energy Award
– Stadt Bad Saulgau legt Wert auf nachhaltigen Umgang mit Energieressourcen

Der European Energy Award, kurz eea, ist ein europäisches Gütezertifikat für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Kommunen. Die Klimaschutzaktivitäten der Kommune werden hierbei erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft, um Potenziale des nachhaltigen Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können.

Der eea ist jedoch mehr als eine bloße Verbesserung des Energiemanagements in städtischen Gebäuden. Der eea umfasst insgesamt sechs Handlungsfelder:

•  Entwicklungsplanung, Raumordnung (Handlungsfeld 1)

•  Kommunale Gebäude und Anlagen (Handlungsfeld 2)

•  Versorgung und Entsorgung (Handlungsfeld 3)

•  Mobilität (Handlungsfeld 4)

•  Interne Organisation (Handlungsfeld 5)

•  Kommunikation, Kooperation (Handlungsfeld 6)

Das aufwendige Zertifizierungsverfahren des European Energy Awards (eea) hat die Stadt bereits im November 2014 mit einem Ergebnis von 65% erfolgreich abgeschlossen. Bei der offiziellen Preisverleihung am Anfang 2015 überreichte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller die Auszeichnung an Bürgermeister Doris Schröter.

Für die Rezertifizierung im Jahr 2018 wurden in den o.g. Handlungsfelder seit 2014 bereits weitere Maßnahmen umgesetzt, beispielsweise die sukzessive Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED (Handlungsfeld 2), der Ausbau der Nahwärmeversorgung (Handlungsfeld 3) sowie die Optimierung der Radwegeinfrastruktur (Handlungsfeld 4). Federführend in Sachen eea ist in Bad Saulgau der Fachbereich 5 (Liegenschaftsamt) der Stadtverwaltung.

Stadt Bad Saulgau lässt Wärmebedarfskarte erstellen

Ein weitere Maßnahme im Rahmen des eea ist die Wärmebedarfskarte, die Bad Saulgau als eine der ersten Städte/Gemeinden im Landkreis Sigmaringen erstellen lassen hat. Was hinter der Karte steckt, erklärte Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg, in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates.

Waerbebedarfskarte

Die grünen Flächen kennzeichnen Stadtbereiche, in denen besonders energieeffiziente Gebäude zu finden sind.
Dunkelgrün: Wärmebedarf kleiner 150 kWh/ qm*a (Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr
Hellgrün: 151-250 kWh/ qm*a
In den gelb und rot bzw. rotorange dargestellten Flächen ist die Energieeffizienz hingegen weniger gut.
Gelb: 251-280 kWh/ qm*a
Orange: 281-320 kWh/ qm*a
Rot: mehr als 320 kWh/ qm*a

 

Die roten Bereiche auf der Karte lassen deutlich erkennen, dass Gebäude in der Altstadt und in älteren (Wohn)baugebieten durchschnittlich generell deutlich schlechter sind, als in den neuen Wohnbaugebieten wie beispielsweise den „Krummen Äckern“.

Anhand der Karte lässt sich also der Handlungsbedarf in Sachen „Energieeffizienz der Gebäude“ ableiten bzw. Stadtbereiche/Quartiere mit Handlungsbedarf identifizieren. Die Wärmebedarfskarte macht allerdings noch keine Aussagen zu einzelnen Gebäuden bzw. zu konkreten Maßnahmen.
Die Wärmebedarfskarte ist aber eine systematische Erfassung des gesamten Stadtgebietes sowie aller Bad Sauglauer Teilorte. Die Stadt Bad Saulgau leistet mit Hilfe der Energieagentur Sigmaringen so einen weiteren Beitrag zur Energiewende. Denn die Karte ist Grundlage für weitergehende Schritte, v.a. in Form von sogenannten „Quartierskonzepten“.

Stadtwerke und Stadt Bad Saulgau haben bereits in der vergangenen Sitzung des Technischen Ausschusses ein solches „Quartierskonzept“ für den Bereich Seewattenstraße/Eichendorffweg beschlossen. Im Quartierskonzept werden alle Gebäude einzeln und intensiv auf den Status Quo in Sachen Energieeffizienz begutachtet. Aus den so gewonnenen Erkenntnissen werden gemeinschaftliche Maßnahmen für das Quartier ausgearbeitet. Für das Quartier Seewattenstraße/Eichendorffweg geht es beispielsweise darum, welche Form der Wärmeversorgung für die Gebäude optimal wäre.
Das Konzept prüft dabei auch innovative Ansätze wie die Nutzung von Wärme, die bei Unternehmen im betreffenden Gebiet in der Produktion als „Abfallprodukt“ anfällt. Das „Quartierskonzept“ sucht sozusagen nach dem für das Plangebiet insgesamt beste Wärmenetzwerk.

Gebäudeeigentümer profitieren aber nicht nur von der Optimierung dieser Netzwerke, sondern auch weil aus dem Konzept lohnenswerte energetische Maßnahmen (Dämmung, Heizungserneuerung etc.) für die einzelnen Gebäude hervorgehen – und weil die Erstellung und Umsetzung des „Quartierskonzepts“ im Augenblick mit erheblichen Fördergeldern unterstützt wird.

Energiebericht für die Jahre 2015 und 2016

Im Energiebericht für die Jahre 2015 und 2016 wurden 69 städtische Liegenschaften auf ihre Energie- bzw. Wasserverbräuche untersucht. Der Energiebericht für die Jahre 2015 und 2016 wurde auf Basis des Energieberichts 2014 erstellt. Die Datenreihe wurde hier um die Jahre 2015 und 2016 erweitert. Alle Mehr- und Minderverbräuche beziehen sich auf das Jahr 2015. Trotz der Zunahme an bewirtschaftbaren Gebäuden und allgemeinen Preissteigerungen im Energiesektor liegen die Gesamtkosten für die Jahre 2015 und 2016 unter dem Preisniveau von 2008.

Der Heizwärmeverbrauch ist gegenüber dem Jahr 2015 um 6,3% gestiegen. Dieser Mehrverbrauch in Höhe 342.422 kWh ist beispielsweise auf die Beheizung des Trockenturms im Feuerwehrgerätehaus zurückzuführen.

Gestiegen, und zwar um 3.060 m³, ist der Wasserverbrauch. Für diesen Anstieg ist u.a. der Wasserverlust in der ABC-Halle, eine defekte Wasseruhr im Stadtforum und eine defekte Toilettenspülung im Dorfgemeinschaftshaus Bogenweiler verantwortlich.

Der Stromverbrauch der städtischen Liegenschaften konnte im Jahr 2016 hingegen um 0,3% gesenkt werden. Dies entspricht einem Minderverbrauch von 5.650 kWh.

Bei der Straßenbeleuchtung ist gar eine Einsparung von ca. 66.026 kWh zum Jahr 2015 zu verzeichnen, dies entspricht ca. 6,2%. Dieses positive Ergebnis ist auf die Umstellung der Leuchtmittel auf LED-Technologie zurückzuführen.

 

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