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tonkunst 23.9 - 11.10.2026

 
 
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Liebe Musikfreundinnen, liebe Musikfreunde,

Vor 25 Jahren entstand auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Günther Strigel (†) im gerade zur Kur- und Bäderstadt ernannten Bad Saulgau mit der tonkunst ein Klassik-Festival, welches bald überregionale Beachtung fand. Seitdem erlebt und genießt unser Publikum alljährlich im September und Oktober eine faszinierende Vielfalt an klassischer Musik im aufregenden Dialog mit anderen Künsten. Bei der 26. tonkunst erwarten Sie neben zeitlosen Meisterwerken der Klassik Jazz, Tango, Avantgarde, spannende Uraufführungen sowie zwei Abende, die Sprache und Musik diesmal ganz im Zeichen von „music & crime“ auf knisternde und erhellende Weise verbinden.

Ein glanzvoller Auftakt mit Olga Scheps
Eröffnet wird das Festival mit einem Klavierabend der Extraklasse: Olga Scheps zählt – spätestens seit ihrem Albumdebüt, das ihr direkt den Echo Klassik einbrachte – zu den bekanntesten und profiliertesten Pianistinnen Deutschlands. In Bad Saulgau dürfen wir uns auf ihre besonders gefeierten Chopin-Interpretationen freuen.

Jugendlicher Esprit und eine Uraufführung
Es ist kaum zu glauben, aber die Junge Philharmonie Oberschwaben (JPO) feiert bereits ihre 19. Saisonpremiere bei uns! Das Orchester vereint Ausnahmetalente im Alter zwischen 12 und 20 Jahren. Der regelmäßige, altersbedingte Generationenwechsel ist konzeptionell gewollt: Er schenkt immer wieder neuen Jugendlichen die Chance, Teil eines großen Sinfonieorchesters zu sein. Neben den Meisterwerken „Les Préludes“ von Franz Liszt und der „Nussknacker-Suite“ von Pjotr Tschaikowski bringt die JPO das Werk „Intro“ des jungen Komponisten Florian Briegel zur Uraufführung.

Grooves, Tango und eine musikalische Reise durch Europa
Wie jung Musik hält, erleben Sie beim Jazzkonzert des Werner Acker Trios. Werner Acker ist seit Jahren einer der profiliertesten Jazzmusiker Baden-Württembergs. Zusammen mit Thomas Bauser an der Hammond-Orgel und der erst 20-jährigen, großartigen Schlagzeugerin Lisa Wilhelm bringt er mitreißende Melodien und Grooves nach Bad Saulgau.

Nacht der Musik
Zum Auftakt begrüßen wir Giovanni Lanzini (Klarinette) und Fabio Montomoli (Gitarre) im Lichthof des Alten Klosters. Ihr Programm verwebt berühmte italienische Melodien elegant mit argentinischem Tango. Europäisch und lateinamerikanisch geht es im zweiten Konzert weiter: Im Auftrag der Landesakademie Ochsenhausen komponierte Bobbi Fischer für mich das Violinkonzert Latin Infusion, das sich spürbar an Jazz und lateinamerikanischen Rhythmen orientiert. Mit dem Satz „Serenade for Mascha“ erleben Sie hier eine weitere Uraufführung. Dem vorangestellt ist Mozarts Klavierkonzert A-Dur (KV 414) mit dem renommierten Wiener Solisten Prof. Robert Lehrbaumer. Als Hommage an den deutsch-italienischen Spätromantiker Ermanno Wolf-Ferrari spielt das Kammerorchester L’ Estro Armonico dessen jugendlichen Geniestreich: die Streicherserenade in Es-Dur. Den krönenden Abschluss bildet eine literarisch-musikalische Soiree im Hotel Kleber Post: „Bachs Mörder“ von Markus Francke mit der renommierte Sängerin, Sprecherin und Moderatorin Cosima Seitz.

True Crime trifft Zeitgeschichte: Ein eindringlicher Konzertabend
Ein packendes Festivalfinale liefern das Bläserquintett OPUS 45 und der bekannte Schauspieler Roman Knižka (Tatort, Dark). Ihr Programm „True Crime“ verbindet wahre Verbrechen mit Zeitgeschichte und Musik.
Zur Sprache kommen die Schicksale von Matthias Erzberger (1921), Hans Litten (1938), Petra Kelly und Gert Bastian (1992) sowie Anna Politkowskaja (2006). Das Bläserquintett OPUS 45 macht die tiefe Dramatik dieser Lebenswege mit Werken von Bach, Barber, Tschaikowski und Mancini eindringlich hörbar. 

Freuen wir uns gemeinsam auf unvergessliche Tage voller wunderbarer Musik in Bad Saulgau!

Herzlichst,
Ihr Alban Beikircher
Leiter des tonkunst-Klassikfestivals



Programm "tonkunst" 2026

23.09.2026 - Olga Scheps, Klavierabend

Mittwoch, 23.09.2026, 19.30 Uhr
Lichthof im Alten Kloster

Klavierabend
Olga Scheps
Mit Olga Scheps gastiert eine der profiliertesten und faszinierendsten Pianistinnen ihrer Generation in Bad Saulgau. Die ECHO-Klassik-Preisträgerin ist bekannt für ihre intensive emotionale Ausdruckskraft, ihr blindes Verständnis für die Intentionen der Komponisten und eine Bühnenpräsenz, die das Publikum vom ersten Ton an in den Bann zieht. Ihr Spiel zeichnet sich durch eine seltene Verbindung aus technischer Brillanz und tief empfundener Poesie aus. Ob filigrane Romantik, monumentale russische Klassik oder zeitgenössische Meisterwerke – Olga Scheps verleiht jedem Stück eine ganz eigene, hochemotionale Note. Erleben Sie einen Klavierabend voller Leidenschaft, interpretatorischer Tiefe und musikalischer Sternstunden im stimmungsvollen Ambiente des Alten Klosters
Programm

Wolfgang Amadeus Mozart 1756–1791
Klaviersonate Nr. 8 a-Moll KV 310
Klaviersonate Nr. 16 C-Dur KV 545
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Frédéric Chopin (1810-1849): Fantasie f-Moll op. 49
Frédéric Chopin (1810-1849): Sonate Nr. 3 h-Moll op. 58


Foto: Uwe Arens
Foto: Uwe Arens
 

26.09.2026 - Junge Philharmonie Oberschwaben Orchesterkonzert

Samstag, 26.09.2026, 19.00 Uhr
Stadtforum

Orchesterkonzert
Junge Philharmonie Oberschwaben
Alban Beikircher Leitung

Programm
Giuseppe Verdi 1813-1901: Preludio zur Oper Aida
Franz Liszt 1811-1886: Les Préludes
Florian Karl Enrique Briegel *2000: intro (Kompositionsauftrag der JPO), Uraufführung
***
Gioachino Rossini 1792-1886: Ouvertüre zur Oper „Der Barbier von Sevilla“
Pjotr Iljitsch Tschaikowski 1840-1893: Auszüge aus der Schwanensee-Suite (op.20)
sowie der Nussknacker-Suite (op.71)

Die Junge Philharmonie Oberschwaben (JPO) feiert ihre 19. Saisonpremiere. Das Orchester unter der künstlerischen Leitung von Alban Beikircher vereint Ausnahmetalente zwischen 12 und 20 Jahren aus ganz Oberschwaben. Ein konzeptioneller Generationenwechsel schenkt immer wieder neuen Jugendlichen die Chance, Teil dieses großen Sinfonieorchesters zu sein.
Neben Liszts „Les Préludes“ und Tschaikowskis „Nussknacker-Suite“ bringt die JPO das Werk „Intro“ des jungen Komponisten Florian Briegel zur Uraufführung. Briegel, der die Musik als sein Kommunikationsmittel nutzt, erlaubt sich mit dem Titel einen kleinen Scherz: Er versteht sein „Intro“ (Introduction) als Einleitung zu Liszts „Vorspiel“ (Les Préludes). Für ihn ist das Komponieren für großes Orchester ein faszinierender Makrokosmos, der zwar anspruchsvoll ist, aber die perfekte Plattform bietet, um die Idee des Anfangens musikalisch zu reflektieren.
Florian Karl Enrique Briegel wurde im Jahr 2000 in Hanau geboren und fand bereits im Alter von sechs Jahren über den Klavierunterricht seinen Weg zur Musik. Seine akademische Ausbildung im Fach Komposition begann er im Oktober 2019 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) in Frankfurt am Main, wo er in den Klassen von Prof. Orm Finnendahl und Prof. Michael Reudenbach studiert. Neben seiner kompositorischen Arbeit ist Briegel als Pianist sowie seit 2020 als nebenberuflicher Organist in Frankfurt-Fechenheim aktiv. Darüber hinaus engagiert er sich regelmäßig im Bereich der Liedbegleitung und Korrepetition, unter anderem für den Süddeutschen Kammerchor. Während seine Wurzeln in der klassischen Tradition liegen, befasst er sich im Rahmen seines Studiums intensiv mit zeitgenössischer Musik, interdisziplinären Projekten und Klanginstallationen.

Foto: Moritz Schottmüller
Foto: Moritz Schottmüller
Foto:
 

30.09.2026 - Werner Acker Trio

Mittwoch, 30.09.2026, 19.30 Uhr
Lichthof im Alten Kloster

In Kooperation mit dem Jazzverein Bad Saulgau e.V.
Werner Acker Trio

Werner Acker Gitarre
Thomas Bauser Hammond Orgel
Lisa Wilhelm Drums

Werner Acker ist seit Jahren einer der profiliertesten Jazzmusiker Baden-Württembergs. Zusammen mit Thomas Bauser an der Hammond-Orgel und der erst 20-jährigen, großartigen Schlagzeugerin Lisa Wilhelm bringt der langjährige Dozent an der Musikhochschule Stuttgart mitreißende Melodien und Grooves nach Bad Saulgau. Das Repertoire reicht von raffinierten Eigenkompositionen über neu interpretierte Jazz-Standards bis hin zu packenden Ausflügen in den Blues, Soul und Funk.

Ich lege sowohl auf Groove als auch auf Melodie sehr viel Wert, aber auch auf Sound (Bandsound), Timing, Phrasierung, Dynamik, Stilistik, musikalische Gestaltung, Interaktion und Improvisation – erst dann beginnen Melodien richtig gut zu klingen. (Werner Acker).

Foto: privat
 

03.10.2026 - Nacht der Musik: Duo Equinox

Samstag, 03.10.2026
Lichthof im Alten Kloster und Barocksaal


Von Tango über Kammerorchester bis zur Literatur
Nacht der Musik: Duo Equinox

Giovanni Lanzini Klarinette
Fabio Montomoli Gitarre

Astor PIAZZOLLA, Antonio Carlos JOBIM, Hommage an
das neapolitanische Lied, Celso MACHADA, Carlos GARDEL,
Gerardo MATOS RODRIGUEZ

Die italienische und die argentinische Musik verbindet eine tiefe, historische Beziehung. Geprägt durch die massive Einwanderungswelle von Italienern nach Argentinien zwischen dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert, entstand insbesondere im Tango eine faszinierende hybride Ausdrucksform. Es ist eine Musik, in der die europäische Nostalgie auf die feurigen Rhythmen Südamerikas trifft – eine perfekte Symbiose, die das Duo Equinox auf der Bühne meisterhaft zum Leben erweckt. Neben der rein musikalischen Verbindung ist es vor allem die menschliche Komponente, die die Auftritte des Duos so besonders macht.

Foto: privat
Foto: privat
 

03.10.2026 - Nacht der Musik: Alban Beikircher & L Estro Armonico

Samstag, 03.10.2026, 19:30 Uhr
Lichthof im Alten Kloster

Alban Beikircher
& L´Estro Armonico

Im Auftrag der Landesakademie Ochsenhausen komponierte Bobbi Fischer für Alban Beikircher das Violinkonzert „Latin

Infusion“, das sich spürbar an Jazz und lateinamerikanischen Rhythmen orientiert. Mit dem Satz „Serenade for Mascha“ erlebt das Publikum zudem eine weitere Uraufführung. Dem vorangestellt ist „ Klavierkonzert A-Dur (KV 414)“ mit dem renommierten Wiener Solisten Prof. Robert Lehrbaumer. Als Hommage an den deutsch-italienischen Spätromantiker Ermanno Wolf-Ferrari spielt das Kammerorchester L’ Estro Armonico schließlich dessen jugendlichen Geniestreich: die Streicherserenade in Es-Dur.

Foto: Rack Fotografie
Foto: Rack Fotografie
 

03.10.2026 - Nacht der Musik: „Bachs Mörder“ mit Markus Francke, Cosima Seitz und Olga Balzer

Samstag, 03.10.2026,  21:30 Uhr
Kleber Post

music & crime
Bachs Mörder für Soli, Chor und Ermittler

Ein großer Kölner Traditionschor. Bachs 'Matthäuspassion'. Ein Chorsänger fällt einem grausamen Verbrechen zum Opfer. Thomas Wunderlich, pensionierte Kriminalkommissar und Freund des Opfers, hat früh den Verdacht, dass die Kölner Polizei auf einer falschen Fährte ist. Als dann ein weiterer Mord geschieht, wird endgültig klar, dass der Fall wesentlich komplexer ist, als es zunächst den Anschein hatte. In der Musikerszene breitet sich Panik aus. Zusammen mit dem Chorleiter Volker Liepen sucht Thomas nach dem Mörder. Was hat J.S.Bachs Musik damit zu tun? Wieso führen Spuren zur "Matthäuspassion"? Oder der Mörder ist nichts weiter als ein Psychopath? Der erste Krimi des Opernsängers Markus Francke verbindet Verbrechen und Hochkultur, Begeisterung und Besessenheit, Kölsches Lokalkolorit und die Musik Johann Sebastian Bachs zu einem facettenreichen Gesamtbild. Es spielt am Flügel: Olga Balzer. Moderation: Cosima Seitz.

Foto: Bernd Bundert
Foto: Bernd Bundert
 

11.10.2026 - OPUS 45 & Roman Knižka: True Crime Konzert und Rezitation

Sonntag, 11.10.2026, 19.30 Uhr
Lichthof im Alten Kloster

Konzert und Rezitation
OPUS 45 & Roman Knižka: True Crime „Es war Mord!”
Über wahre Verbrechen der Zeitgeschichte

Ein packendes Festivalfinale liefern das Bläserquintett OPUS 45 und der bekannte Schauspieler Roman Knižka („Tatort“, „Dark“). Ihr Programm „Es war Mord!“ verbindet wahre Verbrechen mit Zeitgeschichte und Musik. Knižka führt mit großer erzählerischer Präsenz durch vier reale Kriminalfälle des 20. und 21. Jahrhunderts, die historische Bruchstellen markieren: die Schicksale von Matthias Erzberger († 1921), Hans Litten († 1938), Petra Kelly und Gert Bastian († 1992) sowie Anna Politkowskaja († 2006), die alle für Ihre Überzeugungen sterben mussten. Das Bläserquintett OPUS 45 macht die tiefe Dramatik dieser Lebenswege mit Werken von Bach, Prokofjew, Tschaikowski und Mancini eindringlich hörbar. Es ist ein Abend auch „in memoriam“, der unter die Haut geht.

OPUS 45 gründete sich bei einem Berliner Orchesterprojekt: Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ op. 45 stand auf dem Programm und ist seither namensgebend. Das Bläserquintett, bestehend aus Musikerinnen und Musikern der Hamburgischen Staatsoper, der Dresdner Philharmonie, des Beethoven Orchesters Bonn und der NDR Radiophilharmonie Hannover, beschreitet seit einiger Zeit gemeinsam mit dem Schauspieler Roman Knižka neue, disziplinübergreifende Wege.

Für mich fühlt es sich oft so an, als stünden sechs Musiker auf der Bühne: Roman Knižka nutzt seine Sprechstimme wie ein Instrument. Seine Farben, seine Wandlungsfähigkeit und seine Präsenz faszinieren mich jedes Mal neu. Die Musik kann dabei Projektionsfläche sein, Ruhepunkt, Kontrapunkt zur Lesung oder Vorahnung einer kommenden Stimmung. Daraus entsteht ein sehr besonderes Miteinander von Wort und Klang – inzwischen seit mehr als zehn Jahren. Dass diese Arbeit zuletzt mit dem Hans-Frankenthal-Preis des Auschwitz-Komitees ausgezeichnet wurde, bedeutet uns sehr viel. (Benjamin Comparot)


Foto: Roman Knizka
 

Kartenvorverkauf:

Bürgerbüro im Rathaus, Tel. 07581-207-0
Mo: 7-12.15 Uhr, Di: 8-17 Uhr, Mi: 8-12.15 Uhr,
Do: 8-12.15 Uhr sowie 14-18 Uhr, Fr: 8-13.00 Uhr,
zusätzlich jeden 2. Samstag jeweils 9-12 Uhr

Tourist-Information, Tel. 07581-2009-15
Mo bis Fr: 9-12.30 Uhr und 14-17 Uhr
Sa: 9-12 Uhr

oder im Internet unter www.reservix.de


AlexandraKarabelas

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